Einlaufbauwerk mit Zulaufgraben
Informationen
Der Klinger See ist ein künstlich angelegter See, der in den letzten Jahren aufgrund des Tagebaus Jänschwalde und anderer bergbaulicher Aktivitäten von der Umwelt stark beeinträchtigt wurde. Der See leidet unter einem sehr langsam steigenden Wasserstand und einer schlechten Wasserqualität. Die Flutung des Klinger Sees ist daher notwendig, um das Ökosystem zu stabilisieren und die Natur wiederzubeleben. Dies umfasst nicht nur die Steigerung des Wasservolumens, sondern auch die Wiederherstellung des natürlichen Lebensraums für viele Tierarten und Pflanzen.
Der Bau des Einlaufbauwerks mit Zulaufgraben
Einlaufbauwerk
Das Einlaufbauwerk ist eine technische Konstruktion, die dazu dient, Wasser aus der Tranitz in den Klinger See zu leiten. Es sorgt dafür, dass der Zufluss mit einem kontrollierten Wasservolumen erfolgt, sodass der Wasserstand des Sees reguliert und stabil gehalten wird.
Zulaufgraben
Der Zulaufgraben ist eine Wasserführung, die das Einlaufbauwerk mit dem Wasser der Tranitz verbindet. Dieser Graben soll das Wasser effizient und in ausreichender Menge zum Klinger See führen. Der Zulaufgraben spielt eine wichtige Rolle bei der „schnelleren Flutung“, da er eine direkte Verbindung zwischen dem Einlaufbauwerk und der Tranitz sicherstellt und somit den Wasserzufluss optimiert.
Durch den Zulaufgraben wird das Wasser der Tranitz direkt in den Klinger See geleitet. Der Graben wurde so angelegt, dass er den Flutungsprozess beschleunigen kann.
Schnellere Flutung
Die schnellere Flutung des Klinger Sees hat das Ziel, den See innerhalb eines bestimmten Zeitraums (hoffentlich recht bald!) auf ein ökologisch wertvolles Niveau zu bringen. Dies ist besonders wichtig, um die Lebensräume für Fische, Vögel und andere Wasservögel zu schaffen, die auf den See später angewiesen sind. Eine beschleunigte Flutung hat auch den Vorteil, dass sie die Wasserqualität verbessert.
Der Zeitrahmen - Bau von Dezember 2022 bis Mai 2025
Das Bauprojekt für das Einlaufbauwerk und dem Zulaufgraben wurde nach Jahren und langem hin und her nun von Dezember 2022 bis Mai 2025 bis auf noch einzelne Komponenten (Lieferengpass) realisiert. Während dieser Zeit wurden die Baumaßnahmen vorangetrieben, um das Einlaufbauwerk und den Zulaufgraben zu errichten und die Flutung des Sees zu starten.
Bis heute wurde jedoch noch keine Nutzungsfreigabe erteilt, um den Klinger See zu fluten, und auch das Wasser in der Tranitz fehlt leider weiterhin. (Stand: Dezember 2025)
Vorteile der schnelleren Flutung
Die schnellere Flutung des Klinger Sees hat mehrere Vorteile:
- Schnellere Flutung: Der Klinger See wird schnell mit Wasser versorgt, wodurch die natürlichen Lebensräume für Flora und Fauna rasch hergestellt werden können.
- Verbesserte Wasserqualität: Durch die zügige Flutung wird der Klinger schneller stabilisiert und die Wasserqualität verbessert, was langfristig zu einem gesunden Ökosystem führt.
- Stärkung der lokalen Biodiversität: Mit der schnelleren Herstellung des Klinger Sees können sich verschiedene Pflanzen- und Tierarten ansiedeln, die für das ökologische Gleichgewicht des Klinger Sees wichtig sind.
- Tourismusförderung: Der Klinger See wird zu einem attraktiven Naherholungsgebiet für diese Region, was auch den beruhigten Tourismus hier ankurbeln dürfte.
Zusammengefasst:
- Das Einlaufbauwerk übernimmt die Steuerung und Zuführung von Wasser aus der Tranitz.
- Der Zulaufgraben stellt die Verbindung zur Quelle (Tranitz) her und ermöglicht die gewünschte Wassermenge.
- Gemeinsam ermöglichen beide Strukturen, dass der Klinger See nicht nur langsam durch Grundwasseranstieg geflutet wird, sondern aktiv und beschleunigt mit Fremdwasser versorgt wird.
- Damit lässt sich vermutlich der End‑Wasserstand schneller erreichen – was sowohl hydrogeologische als auch ökologische Vorteile bietet.
Fazit:
Das Einlaufbauwerk mit Zulaufgraben und die schnellere Flutung des Klinger Sees sind zentrale Maßnahmen, um den Klinger See in einem relativ „kürzeren“ Zeitraum mit Wasser zu versorgen und ökologisch zu stabilisieren. Das Projekt, stellt einen wichtigen Schritt zur Schaffung eines gesunden Lebensraums für die Flora und Fauna dar.
„Es wäre wünschenswert, dass der geplante Überleiter vom Spremberger Stausee in die Tranitz noch einmal überdacht und schließlich doch gebaut wird! Die Tranitz führt im Laufe des Jahres ca. 5 bis 6 Monate lang kein Wasser, was zu einem späteren End-Wasserstand im Klinger See führen wird. Ein Überleiter würde helfen, dieses Problem zu mildern und den Menschen in der Region mit Zuversicht in die Zukunft blicken zu lassen.“
„Ein noch späterer End-Wasserstand kann nicht das Ziel für diese Region sein und sollte auch nicht das Ziel der LMBV sein!“
Belege/ Hinweise aus der Planung:
- Laut dem Erläuterungsbericht zum Gewässerumbau ist vorgesehen, dass der Klinger See durch „natürlichen Grundwasseranstieg und zusätzlich mittels Einleitung von Oberflächenwasser aus der Tranitz“ geflutet wird. lbgr.brandenburg.de
- In diesem Zusammenhang wird explizit eine Zulaufanlage beschrieben, „welche … aus einem Graben, … vier Rechteckdurchlässen zur Überquerung des Grabens sowie einem Trogbauwerk besteht“, welches den Zulaufgraben mit einer Rohrleitung des temporären Einlaufbauwerks verbindet. lmbv.de+1
- Weiter heißt es, dass durch diese Wasserüberleitung „geotechnisch nicht mehr benötigte Sümpfungsbrunnen außer Betrieb genommen werden“ können und der Gebietswasserhaushalt sich schneller regenerieren kann. lbgr.brandenburg.de+1